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Der Zukunft voraus?

  1. Mon, 30th Jan 2012
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<p>Die Tagung ‘Studium 2020’ im Leibnizsaal</p>

Die Tagung ‘Studium 2020’ im Leibnizsaal

In der Regel fährt man ja auf Tagungen und Konferenzen, um neue Anregungen zu finden. Um sich vielleicht auch selbst mal wieder aus den eigenen, eingefahrenen Bahnen rauswerfen zu lassen. Die letzten beiden Tage war ich daher mit einer Kollegin auf der Tagung mit dem zukunftsweisenden Titel ‚Studium 2020‘ in Berlin. Eine Tagung, die gleichzeitig Abschluss für das Projekt ‘Stu+Be: Studium für Berufstätige - Erfolgsfaktoren für Lifelong Learning an Hochschulen’ war.

Der erste bemerkenswerte Vortrag der Tagung kam von Volker Meyer-Guckel. Ich war überrascht komprimiert in nur 15 Minuten eigentlich alle Punkte angesprochen zu finden, die ich für ein zukünftiges Studieren für wichtig halte; zusammen mit den momentan noch vorhandenen Hindernissen.

‚Der neuste Trend ist, dass es keinen Trend mehr gibt. Stattdessen ist Individualität gefragt.‘,

stellte Meyer-Guckel fest. Und die dafür notwendige Flexibilität war aus meiner Sicht das zentrale Thema der Tagung. Eine Flexibilität, die momentan noch durch formale, aber auch durch ideelle Grenzen verhindert wird.

Die Tagungsthemen zusammengefasst muss das zukünftige Studieren auf die unterschiedlichen Lebensumstände der Studierenden eingehen. Und deren Vielfältigkeit wird aufgrund des Bologna-Prozesses und der heutigen Forderung nach lebenslangem Lernen weiter zunehmen. Mit der zunehmenden Öffnung der Universitäten für andere Bildungswege, der Entwicklung von Weiterbildungsstudiengängen und den komplexen Biographien der grundständigen Studierenden kommen die existierenden Organisationsformen von Studium und Lehre an ihre Grenzen. Die strikte Trennung in grundständiges und weiterbildendes Studium muss dabei überwunden werden. Dafür werden neue Lehrformate, Lehrmethoden, Organisationsstrukturen und modularisierte Studiengänge benötigt.

Als ein Beispiel für eine Universität, die diese Forderungen erfüllt, wurde die Open University von Frau Hanft von der Universität Oldenburg genannt. Die Open University hat als einzige Eingangsvoraussetzung ein Mindestalter von 16 Jahren. Und auf die unterschiedlichen Eingangsniveaus der Studierenden reagiert sie mit einem dreistufigen Modell, um diese im weiteren Verlauf auf ein einheitliches Niveau zu bringen.

In Bezug auf die Open University wurde aus dem Publikum die Frage aufgeworfen wurde, inwieweit bei einer Zahl von über 200.000 Studierenden, dieses Modell auch auf kleinere Universitäten übertragen werden kann. Frau Hanft hat die Übertragbarkeit bejaht. Und aus unserer Sicht können wir das bestätigen. Bei unserem Studiengang eLearning Bauphysik funktioniert das auch mit momentan durchschnittlich 40 Studierenden. Von der Modularisierung, über Betreuung, Lehrformate und -methoden bis hin zu organisatorischen Aspekten.

Das war im Prinzip auch das einzige Manko der Tagung. Sie hat in den Vorträgen und Diskussionsforen einige Anregungen und Hinweise geliefert und den Blick für die Umsetzung auf Universitätsebene geöffnet. Aber sie hat uns keine wirklich neuen Erkenntnisse gebracht. Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht schlecht mit dem Gefühl nach Hause zu fahren dem Ziel für 2020 schon 10 Jahre voraus zu sein.


Weitere Eindrücke von der Tagung findet man bei:

 

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